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Dietmars Drachenseite

Hier sind ein paar Tipps und Tricks, die man beachten sollte, wenn man in die Modell Wasserfliegerrei einsteigen will.

Örtlichkeiten

  1. Der See, von dem man aus starten will sollte groß genug sein. Bei kleineren Seen reicht evtl. die Wasserfläche aus, aber ggf. gibt es ungünstig stehende Bäume, die einen ordentlichen Landeanflug stören.
  2. Bei den ersten 'Gehversuchen' sollte man sich einen Tag mit sehr wenig Wind aussuchen, denn das Manövrieren auf dem Wasser ist dann einfacher. Der Landeanflug ist dann auch entspannter.
  3. Die meisten Seen gehören jemandem (meist gehören sie der Stadt). Wenn man vom Besitzer aufgefortert wird seinen Krempel einzupacken, sollte man dem sofort Folge leisten, denn im schlimmsten Fall kann es sogar zu einer Anzeige wegen Landfriedensbruch kommen! Also immer schön freundlich bleiben.
  4. Man sollte vor dem Start prüfen ob man nicht evtl. andere stört. Ein See dient vielen der Erholung vom Alltagsstreß. Spaziergänger, Angler und sogar Schwimmer könnten sich vom Flugzeug gestört fühlen. Meine persöhnliche Erfahrung damit ist allerdings, daß die meisten bewundernd stehen bleiben und interessiert fragen. Es ist aber dennoch vorteilhaft wenn der Wasserflieger möglichst leise ist.
  5. Umwelt- und Tierschutz ist ganz wichtig! Man sollte auf jeden Fall vorher prüfen, ob der See nicht zu einem Naturschutzgebiet gehört. Es ist keine Gute Idee geschützte Tiere in ihrem Lebensraum mit einem Wasserflugzeug zu jagen!!! Aber auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, daß z.B. Enten einen leisen Wasserflieger irgend wie nicht als Gefahr erkennen. Da die Tiere die tatsächliche Gefahr nicht erkennen, muß der Pilot dran denken! Also Abstand halten von Tieren!!!

Starten

  1. Man sollte sich den Startplatz so aussuchen, daß der Wind auflandig oder parallel zum Ufer weht. Es ist sehr gefährlich bei ablandigem Wind, denn man würde dabei auf sich zu starten. Bei einem Richtungskontrollverlust (s. unten) ziemlich übel!
  2. Vor dem Start bitte nochmal prüfen, ob man nicht mit der gegebenen Windrichtung irgend jemanden gefährdet (Mensch oder Tier).
  3. Man startet immer entgegen der Windrichtung. Das ergibt sich bei etwas stärkerem Wind sowieso von alleine, denn das Wasserflugzeug dreht sich immer mit dem Bug in den Wind. Also nicht gegen ankämpfen, sondern nutzen!
  4. Bei den ersten Starts sollte man so schnell wie möglich aber kontrolliert beschleunigen und das Flugzeug möglichst schnell vom Wasser heben. Mit dem Seitenruder muß die Richtung aktiv kontrolliert werden.
  5. Beim Start sollte man die Flächen mögl. gerade halten, da ein zu tiefes Eintauchen eines Schwimmers meist einen so starken seitlichen Widerstand erzeugt, daß das Seitenruder nicht in der Lage ist das auszugleichen. Je nach Flugzeug kann man dabei die Richtungskontrolle verlieren!
  6. Bei Windstille und ganz glatter Wasseroberfläche kann es vorkommen, daß sich die Schwimmer/Rumpf am Wasser regelrecht festsaugen. Ein Überschlag droht! Falls man das bemerkt kann man duch Höhe-'Pumpen' versuchen die Kiste doch noch heile in die Luft zu bringen.
  7. Mit etwas mehr Übung kann man das Flugzeug zunächst mit etwas mehr Gas ins Gleiten bringen (auf die Stufe). Und dann mit leicht zurückgenommenen Gas (denn der Widerstand im Gleiten ist erheblich geringer als in Verdrängerfahrt) einen schön langezogenen Start hinlegen und ganz sanft abheben. Sieht phantastisch aus!
  8. Ist das Flugzeug einmal im Gleiten kann man meist duch das angeblasene Seitenruder die Richtung einigermaßen gut kontrollieren. Bitte nicht zu enge Kurven drehen, denn dabei kann das Flugzeug von der Stufe 'fallen', der plötzlich eintretende Widerstand in der Kurve kann es dann zum kentern oder überschlagen bringen.

Fliegen

  1. Ein Wasserflugzeug fliegt eigentlich genauso wie ein Landflugzeug, der erhöhte Luftwiderstand wird ja durch die sowieso vorhandenen starken Motoren überwunden. Also wer schon Erfahrung mit Landflugzeugen hat wird keinen großen Unterschied feststellen.

Landen

  1. Bevor man landet sollte man die Landezone prüfen, ob sich dort nicht irgend welche Personen oder Tiere aufhalten.
  2. Beim Landen ist darauf zu achten, daß man den Endanflug recht gerade fliegt. Die Flächen sollten vor dem Aufsetzen absolut gerade liegen, da sonst ein Schwimmer zu erst das Wasser berührt und dadurch der einseitige Widerstand katastrophale Folgen haben kann.
  3. Der Anflug sollte generell nicht zu steil gewählt werden, denn ein hartes Aufsetzen aufs Wasser läßt das Flugzeug wie ein Flumi zurück in die Luft prallen. Ein unkontrollierbarer Flugzustand droht!
  4. Man sollte nicht zu schnell anfliegen, da das Flugzeug sonst ebenfalls vom Wasser abprallt.
  5. Wenn man das Flugzeug lange ausschweben läßt, ist darauf zu achten, daß man es nur wenige Zentimeter überm Wasser ausschweben läßt, denn bei einem plötzlichen Hinsetzen kann das Flugzeug leicht hüpfen.
  6. Man kann auch das Flugzeug bei der Landung gut abfangen und einfach ohne Ausschweben sanft aufs Wasser setzen. Auch wenn die Mindestfluggeschwindigkeit noch nicht erreicht ist - die Schwimmer stabilisieren ganz gut! Dabei hat man auch den Vorteil, daß das Flugzeug erstmal im Gleiten (auf der Stufe) bleibt und gut kontrollierbar ist. Nimmt man anschließend das Gas raus, fällt der Flieger von der Stufe und bremst richtig ab. So lassen sich auch mit einiger Übung schön langgezogene Landungen machen, die schön anzusehen sind.
  7. Bleibt man nach dem Aufsetzen noch im Gleiten kann man damit auch den Weg zurück zum Ufer gut verkürzen. Daran zu denken lohnt sich, denn es ist mir schonmal passiert, daß der Akku nicht mehr genügend Reserven hatte um in Verdrängerfahrt ans Ufer zu kommen! Man braucht für die Verdrängerfahrt zurück zum Ufer erstaunlich viel Leistung. Also Akku nie leer fliegen!
  8. In Verdrängerfahrt ist bei Wasserflugzeugen ohne Wasserruder ein Kontrollieren der Fahrtrichtung sehr schwer, bei Wind unmöglich! Erst wenn das Seitenruder stark genug vom Propeller angeblasen wird ist ein Steuern wieder möglich, dazu braucht man aber Akkureserven. Es ist dann ratsam nur durch kurze Gasschübe genügend Druck auf dem Seitenruder zu erzeugen, daß man die Richtung ändern kann und dann tuckert man wieder mit wenig Gas weiter, bis zur nächsten Kurskorrektur. Das Herumfahren am Boden entfällt bei Landflugzeugen meistens, so daß das Anlanden ans Ufer bei Wasserflugzeugen schon ein wenig ungewohnt ist und Übung benötigt.

Allgemeines

  1. Es ist dringend angeraten ein Schlauchboot oder ähnliches als Bergungsgerät bereit zu haben! Bei einem Start- oder Landeunfall sollte das Flugzeug möglichst schnell geborgen werden. Man kann nicht darauf hoffen, daß der Wind es wieder ans Ufer treibt! Alternativ kann man natürlich auch eine Badehose einpacken...
  2. Hat sich das Flugzeug doch einmal überschlagen oder ist gekentert, dann sollte man die Elektronik möglichst schnell trocken legen und den Motor eine Weile laufen lassen. Dadurch trocknet er sehr gut und schnell (das bischen Wasser macht einem Motor nicht so viel aus!). Wenn man die nassen Sachen einfach einpackt, kann der Motor dauerhaften Schaden durch Ablagerungen in den Lagern, etc. bekommen!

 

© September 2002, Dietmar Kühn